Unterricht
Die ARTGERECHT Angsthunde
Hunde, die zum Beispiel aus einem Tierheim, aus dem Versuchslabor, aus angsterfüllter Umgebung an Zweitbesitzer vermittelt werden oder durch eine Hilfsorganisation erstmalig in ihrem Leben einen festen Platz in der Gesellschaft finden, müssen mit Ruhe und Bedacht an ihre neuen Lebensumstände herangeführt werden. Denn sie kommen bereits aus der Hölle und genau das erwarten sie auch, nur mit noch mehr Hektik, Lärm, Stress und ja, auch mit viel zu viel Ansprache durch die Liebe der neuen Besitzer.
Bedingt durch die Verknüpfung erlebter, negativer Erfahrungen, genetischer Einflüsse, einer mangelnden Sozialisierung häufig mit Menschen oder schlichtweg einer Überforderung mit der neuen Lebenssituation zeigen sich diese Hunde ihrem Menschen, Artgenossen und ihrer neuen Umwelt gegenüber oft ängstlich, unsicher und sind damit eher dabei sich nicht drauf einzulassen weil ihre Amygdala eigentlich die ganze Zeit nur ALARM schreit, was in Flucht, Aushalten oder Angriff (meist nur dem Wunsch nach Distanzvergrößerung) endet und sich ohne Hilfe nicht weiterbewegt.
Die speziell auf diese Hunde abgestimmte Hilfeleistung schafft eine ruhige und geduldige Ebene, auf der Sie und Ihr Hund sich behutsam begegnen und annähern können und Ihr Hund lernt in all diese furchteinflößenden Situationen ein bisschen mehr zur vertrauen. Schritt für Schritt.
Da dieser Herangehensweise keine Regel zu Grunde liegt, werden wir gemeinsam in der Anamnese abwägen, ob und wenn ja, ab wann ein Einzel- oder Stufenunterricht für Sie und Ihren Hund in Frage kommt. Manchmal macht der Halter auch die ersten Schritte unter Anleitung allein, weil eine weitere Fremdperson schon zu viel ist für das Nervensystem.
Mit Ruhe einander begegnen, seiner Intuition durch Wissen folgen und den anderen erkennen können, das ist wirklich Hilfe für diese Tiere.
Ich helfe Ihnen dabei!